HAMED® / Trustgarn®
Warum medizinische Hauttextilien nur funktionieren, wenn sie wissenschaftlich geprüft sind
Menschen mit chronischen Hauterkrankungen leben in einem Spannungsfeld, das viele nicht kennen.
Die Haut ist gereizt, empfindlich, trocken, verletzt, überempfindlich gegenüber Fasern, Feuchtigkeit oder Temperaturveränderungen. Oft reichen kleinste äußere Reize aus, um Schübe auszulösen.
Gleichzeitig ist Kleidung unvermeidbar – sie schützt, verdeckt, wärmt, begleitet uns jeden Tag.
Genau in diesem Spannungsfeld entsteht ein Problem, das lange unterschätzt wurde:
Die meisten Textilien sind nicht für erkrankte Haut gemacht.
Sie reiben, sie reizen, sie nehmen Cremes auf, sie beeinflussen das mikrobiologische Gleichgewicht und verstärken Entzündungen.
Was Menschen mit Neurodermitis oder Psoriasis brauchen, ist Kleidung, die medizinisch neutral, biokompatibel, reizarm und nachweislich hautfreundlich ist.
Diese Erkenntnis ist der Ursprung von HAMED® / Trustgarn®.
Warum ich mich der medizinischen Hauttextilforschung zugewandt habe
Aus meiner Arbeit in frühen Forschungsprojekten (Sofia, Touché) wusste ich: Haut ist ein hochsensibles Organ, das auf textile Impulse stark reagiert – stärker, als die Textilwelt bisher akzeptiert hat.
Aber erst im Forschungsprojekt gemeinsam mit den Hohenstein Instituten wurde mir die volle Tragweite bewusst:
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Menschen mit Dermatosen tragen ein erhöhtes Risiko für Irritationen, Entzündungen und Infektionen.
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Selbst hochwertige Textilien sind oft nicht biokompatibel.
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Viele Produkte „für sensible Haut“ wurden nie medizinisch geprüft.
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Für echte Hautprobleme braucht es echte, validierte Lösungen.
Ich wollte wissen:
Kann ein Textil so konstruiert werden, dass es medizinisch verträglich ist – nicht theoretisch, sondern wissenschaftlich nachgewiesen?
Diese Frage wurde zum Ausgangspunkt einer zweijährigen Forschungskooperation – gefördert über das Bundeswirtschaftsministerium, durchgeführt mit den Hohenstein Instituten, wissenschaftlich begleitet durch textilphysiologische und humanphysiologische Prüfverfahren.
Das Ziel: Hauttextilien entwickeln, die den medizinischen Anforderungen standhalten
Das staatlich geförderte Forschungsprojekt formulierte dieses Ziel eindeutig:
„Die Entwicklung einer neuartigen Faser und Textilkonstruktion für Personen mit Dermatosen wie Neurodermitis oder Psoriasis.“
Anders gesagt:
Wir wollten ein Textil entwickeln, das auf erkrankter Haut so neutral wie medizinische Pflaster, aber so alltagstauglich wie normale Kleidung ist.
Dazu brauchte es zunächst eine strukturierte wissenschaftliche Basis.
Was wissenschaftlich geprüft wurde
Im Rahmen der Forschungskooperation wurden HAMED-Textilien einer Reihe medizinisch relevanter Tests unterzogen, alle nach international anerkannten medizinischen Normen.
Biokompatibilität nach DIN EN 10993
(entspricht den Anforderungen für Medizinprodukte)
Getestet wurde u. a.:
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Zytotoxizität (Schädigung von Hautzellen)
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Sensibilisierungspotenzial
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Irritationspotenzial
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Hautverträglichkeit bei Kontakt
Ergebnis:
keine zellschädigende Wirkung, keine Sensibilisierung, keine irritative Reaktion.
Das bedeutet:
Das Textil beeinflusst die Haut biologisch nicht negativ.
Mechanische Hautirritation (DIN EN 10993-23)
Diese Prüfung analysiert, ob textile Materialien mechanisch irritierend wirken, also ob sie Entzündungsreaktionen verstärken oder auslösen.
Ergebnis:
„Keine irritative Wirkung“ – selbst auf vorgeschädigter Haut.
Für Betroffene mit Neurodermitis ist das essenziell.
Antibakterielle Aktivität
Relevant, weil entzündete Haut oft mit Hautflora-Dysbalancen einhergeht.
Getestet u. a. gegen:
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Staphylococcus aureus (ATCC 6538)
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Klebsiella pneumoniae (ATCC 4352)
Ergebnis:
Eine nachweisliche Reduktion bakterieller Aktivität auf der Textiloberfläche.
Damit wird die Hautflora nicht zusätzlich belastet.
Humanphysiologische & textilphysiologische Analysen
Hier untersuchte Hohenstein:
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Reaktion gesunder vs. erkrankter Haut
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Temperatur- und Feuchteverhalten
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Verhalten unter Alltagsbedingungen
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Waschpermanenz & klinische Alltagstauglichkeit
Ergebnis:
Die Textilkonstruktion zeigte eine hohe Beständigkeit, ein stabil hautfreundliches Verhalten und eine besonders geringe Aufnahme von
Cremes.
Das ist wichtig:
Bei herkömmlichen Textilien werden bis zu 50 % der medizinischen Cremes absorbiert – bei Trustgarn® nahezu keine.
Eine enorme Entlastung für Betroffene.
Warum Trustgarn® ein Medizinprodukt wurde – und nicht nur „hautfreundliche Kleidung“
Die Prüfungen führten zur offiziellen Einstufung als: CE-gekennzeichnetes Medizinprodukt der Klasse 1
Diese Klassifizierung setzt medizinische Mindestanforderungen voraus, darunter:
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biologische Sicherheit
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technische Sicherheit
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dokumentierte Risikoanalyse
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nachweisbare Hautverträglichkeit
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reproduzierbare Fertigung
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klinische Zweckbestimmung
Sie ist kein Label, sondern ein Rechtsrahmen, der für Produkte gilt, die medizinisch wirken sollen.
Trustgarn® erfüllt diese Anforderungen vollständig – und das wurde im Projekt dokumentiert.
Warum der medizinische Nutzen für Betroffene so hoch ist
Anstatt die Krankheit zu „behandeln“, unterstützt Trustgarn® dort, wo der Alltag der Betroffenen beginnt: bei der Kleidung.
Die medizinisch relevanten Vorteile:
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keine irritativen Reize
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verminderte Entzündungsprovokation
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keine Sensibilisierung der Haut
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keine Zytotoxizität
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weniger Störung der Hautbarriere
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weniger mikrobieller Stress
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keine Aufnahme medizinischer Cremes
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angenehmes, neutrales Tragegefühl
Das Ziel ist nicht „Komfort“, sondern klinische Entlastung.
Und vor allem: "Ein Textil, das der Haut Ruhe gibt".
Was ich aus diesem Projekt gelernt habe
Dass textile Hautforschung kein Randthema ist.
Sie ist ein notwendiger Teil medizinischer Versorgung.
Die Haut ist ein empfindliches, komplexes, bedeutendes Organ.
Wenn wir Kleidung entwickeln, die dieses Organ nicht stört, sondern unterstützt, dann verbessern wir Lebensqualität.
Dieses Projekt hat mir gezeigt:
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dass Textilien medizinische Wirkung haben können
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dass Forschung die Grundlage sein muss
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dass Hautschutz kein Trend, sondern ein Gesundheitsfaktor ist
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dass medizinische Textilien klare Beweise brauchen, keine Versprechen
Und vor allem:
Dass Innovation nur dann relevant ist, wenn sie dem Menschen hilft.